Automatisiertes Fahren - ADAS/AD | Research

ADAS-Validierung durch Mixed-Reality

How can real-world vehicle tests be combined with virtual road users to validate ADAS functions more safely, reproducibly and efficiently?

Mit steigenden Anforderungen durch Euro NCAP und Homologation wächst auch der Aufwand für die Absicherung von Fahrerassistenzsystemen. Immer mehr und komplexere Szenarien müssen unter unterschiedlichen Umgebungs- und Verkehrsbedingungen reproduzierbar getestet werden. Konventionelle Fahrversuche mit physischen Targets, Testdummies oder mehreren realen Fahrzeugen stoßen dabei zunehmend an Grenzen – hinsichtlich Aufwand, Kosten und Sicherheit.

Mixed Reality in Kombination mit Vehicle-in-the-Loop (ViL) verbindet reale Fahrversuche mit virtuellen Verkehrsszenarien. Ein reales Fahrzeug bewegt sich auf dem Prüfgelände, gesteuert von einem Fahrroboter und gekoppelt an eine Echtzeitsimulation. Weitere Fahrzeuge, Fußgänger und Infrastrukturelemente werden virtuell in die Versuchsumgebung integriert. So lassen sich kritische Manöver wie Cut-in, Cut-out, Spurwechsel oder Slalom bis hin zu einem Abstand von 0 m zum virtuellen Objekt sicher und beliebig oft kontrolliert wiederholen. Auch Schwarmtests mit realen und virtuellen Fahrzeugen sind mit geringerem physischem Versuchsaufwand möglich.

Wie dieser Ansatz in der Praxis umgesetzt wurde und welche Potenziale sich daraus für die ADAS-Validierung ergeben, zeigt der Fachartikel „Beschleunigte Validierung von Fahrerassistenzsystemen durch Mixed-Reality“, entstanden in Zusammenarbeit von IPG Automotive, dem Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität (IFM) der Hochschule Kempten und MdynamiX AG.

Beschleunigte Validierung von Fahrerassistenzsystemen durch Mixed-Reality

Autoren:
Jan Oberst, Henning Kemper, Michael Pohl , Adrian Günther

Lesen Sie den vollständigen Fachartikel hier:
ATZ 10-11/2026, Springer Professional
IPG Automotive