Erweiterung der MdynamiX HiL-Prüfstandsfamilie

MXsuspensionHiL: HiL-Prüfstand für die Validierung und Entwicklung von Fahrwerksystemen

MXsuspensionHiL ist ein Hardware-in-the-Loop-Prüfstand (HiL) für die Validierung und Entwicklung von Fahrwerksystemen. Er ermöglicht es Ingenieuren, reale Komponenten in einer vollständig dynamischen, geschlossenen Simulationsumgebung zu testen und schließt damit die Lücke zwischen rein virtueller Entwicklung und physischem Prototypenbau.

Im Kern ist das System darauf ausgelegt, realistische Straßenanregung und fahrdynamisches Verhalten mit hoher Wiedergabetreue abzubilden. Fahrwerkkomponenten wie Dämpfer, Domlager sowie passive und aktive Gesamtachssysteme können so unter kontrollierten, zugleich hochdynamischen Extrembedingungen bewertet und getestet werden. Dieser Ansatz beschleunigt Entwicklungszyklen und reduziert die Abhängigkeit von kostenintensiven Fahrzeugprototypen.

Closed-Loop-Testing: Reale Hardware im virtuellen Fahrzeug

Aufbauend auf der modularen HiL-Architektur von MdynamiX lässt sich das System nahtlos in bestehende Prüfstände und Simulationsumgebungen integrieren. MXsuspensionHiL ermöglicht echtes Closed-Loop-Testing, bei dem physische Komponenten in Echtzeit mit virtuellen Fahrzeugmodellen interagieren. Durch die Nutzung von EtherCAT für die deterministische Hochgeschwindigkeitskommunikation zwischen allen Systemkomponenten sind alle kommerziell verfügbaren Fahrzeugsimulationen einsetzbar.

Durchgängiger Workflow: Schließen des Regelkreises zwischen HiL und DiL

MXsuspensionHiL Workflow

 

Hochdynamische elektrische Linearaktuator-Technologie

Das Herzstück von MXsuspensionHiL ist ein leistungsstarkes elektrisches Linearaktuatorsystem mit präziser Kraft- und Wegregelung über einen breiten Frequenzbereich bis 110 Hz.

  • Hohe Bandbreite für transiente Straßenanregung
  • Präzise Kraft- und Wegregelung
  • Hervorragende Reproduzierbarkeit für zuverlässige Ergebnisse
  • Ideal für hochfrequente Fahrwerkdynamik

So werden reale Effekte erfasst, die konventionelle Systeme nicht abbilden.

Dämpfercharakterisierung und VDA-konforme Prüfung

Eine weitere zentrale Fähigkeit von MXsuspensionHiL liegt in der Charakterisierung von Dämpfern und Fahrwerkkomponenten nach etablierten Industriestandards. Zukünftige Fahrwerksysteme lassen sich mit standardisierten und reproduzierbaren Prüfmethoden zuverlässig entwickeln:

  • Kraft-Geschwindigkeits- und Hystereseanalyse
  • Frequenzgangcharakterisierung
  • Unterstützung VDA-konformer Prüfprozeduren
  • Geeignet für passive, semiaktive und aktive Systeme

Das Ergebnis sind vergleichbare, hochwertige Daten über alle Entwicklungsphasen hinweg: von der Komponentenauslegung bis zur Systemvalidierung.

Anwendungsbereiche: Vom Dämpfer bis zur Fahrwerkregelung

In der Praxis kommt MXsuspensionHiL in einem breiten Spektrum von Entwicklungsaufgaben zum Einsatz. Dazu zählen die Validierung passiver, semiaktiver und aktiver Fahrwerksysteme, die Entwicklung von Fahrwerkregelstrategien sowie die Bewertung von Fahrkomfort und Betriebsfestigkeit. Die Fähigkeit, reale Hardware mit virtuellen Fahrzeugmodellen zu kombinieren, macht das System besonders wertvoll in frühen Entwicklungsphasen, in denen Designentscheidungen die größte Wirkung haben:

  • Entwicklung von Fahrwerksystemen
  • Validierung von Fahrwerkregelsystemen
  • ADAS- und Fahrdynamiktests
  • Prüfung der Komponenten-Betriebsfestigkeit
  • NVH- und Fahrkomfortanalyse

Key Facts des MXsuspensionHiL Dämpferprüfstand

  • Echtes Closed-Loop-Testing: physische Komponenten interagieren in Echtzeit mit virtuellen Fahrzeugmodellen
  • Leistungsstarkes elektrisches Linearaktuatorsystem mit präziser Kraft- und Wegregelung über einen breiten Frequenzbereich bis 110 Hz
  • Deterministische Hochgeschwindigkeitskommunikation über EtherCAT: alle kommerziell verfügbaren Fahrzeugsimulationen einsetzbar
  • Nahtlose Integration in bestehende Prüfstände und Simulationsumgebungen dank modularer HiL-Architektur
  • Charakterisierung von Dämpfern und Fahrwerkkomponenten nach etablierten Industriestandards, Unterstützung VDA-konformer Prüfprozeduren
  • Geeignet für passive, semiaktive und aktive Systeme

Vorteile für den Entwicklungsingenieur

  • Beschleunigt Entwicklungszyklen und reduziert die Abhängigkeit von kostenintensiven Fahrzeugprototypen
  • Erfassung realer Effekte, die konventionelle Systeme nicht abbilden
  • Vergleichbare, hochwertige Daten über alle Entwicklungsphasen hinweg
  • Zuverlässige Entwicklung mit standardisierten und reproduzierbaren Prüfmethoden
  • Besonders wertvoll in frühen Entwicklungsphasen, in denen Designentscheidungen die größte Wirkung haben
Kilian Jörg
Development Engineer Test Bench Systems​ | Entwicklung
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